Sprint, Scrum, Kanban und Co: Was Teams nicht wirklich nutzt, muss abgeschafft werden

Sprint, Scrum, Kanban und Co: Was Teams nicht wirklich nutzt, muss abgeschafft werden

Ich bin überzeugt davon, dass eine strukturierte Arbeitsweise in Teams immer zu besseren Ergebnissen führt und eine Wohltat für die Arbeitsatmosphäre ist. Allerdings nur unter einer Voraussetzung: Wenn die Struktur für das Team da ist und nicht umgekehrt.

Viel zu oft geht es Agenturen oder Auftraggebern um reine Prozessexzellenz. Das sind bekannte Ansätze, auf die oft gepocht wird:

Sture Prozesstreue killt Budgets und Arbeitsqualität

Das strenge und strikte Einhalten definierter Abläufe steht dabei zu oft über dem, worum es im Kern geht: um eine gute und produktive Zusammenarbeit im Team, um Effektivität und Effizienz beim Lösen von Problemen und darum, gemeinsame Ziele zu erreichen. Diese sture, oft dogmatische  Prozessorientiertheit bindet unglaublich viele Ressourcen, die dann für die eigentliche Projektarbeit fehlen. Die Effizienz von Teams sinkt drastisch. Die Kosten für das Team bleiben gleich, nur ein kleiner Teil des Teampotentials wird gewinnbringend genutzt. Kein guter Deal, weder für den Kunden noch für das Team.

Also lieber planlos drauf los arbeiten?

Keineswegs! Ich denke, es ist sehr wichtig, sich aktiv um die Art der Zusammenarbeit zu kümmern. Es geht dabei um Erwartungen, Voraussetzungen, Abläufe, Kommunikation, Verantwortlichkeiten, Freiheiten, Grenzen, Bedingungen, Möglichkeiten. Am besten sollte die „Arbeit an der Zusammenarbeit“ eine feste und wiederkehrende Aufgabe eines jeden Projekts werden.

Das bedeutet, dass in jedem Projekt dafür Ressourcen eingeplant und aufgewendet werden müssen. Aber auch, dass überprüft wird, inwieweit diese Aufgabe dem Projektziel dienlich ist. Falls das nicht der Fall ist, muss die Aufgabe anders angegangen und umgesetzt werden - parallel zu den übrigen Projektaufgaben.

Oder anders gesagt: build, measure, learn!

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